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Ist Laufen meine neue Leidenschaft?

Ist Laufen meine neue Leidenschaft?

Wie du dem Titel entnehmen kannst, habe ich mit dem Laufen angefangen. Obwohl ich nie eine Sportskanone war, ist es mir gelungen richtig Spaß am Sport zu haben. Wie ich dies geschafft hab erfährst du im heutigen Beitrag.

Ich habe seit Ewigkeiten keinen Sport getrieben. In der Schule konnte ich Sport nie leiden, vor allem Geräte turnen fand ich immer total ätzend. Ein fürchterlicher und völlig unnötiger Sport. Ich habe es auch als wahrscheinlich einziger deutscher Schüler geschafft, in meiner Schullaufbahn keine einzige Siegerurkunde zu bekommen. Und so war ich natürlich auch froh, dass diese Pflicht mit dem Ende der Schulzeit ebenfalls zu Ende war.

Während meiner Ausbildung habe ich dann aber mit Freunden eine Zeit lang relativ regelmäßig Tennis gespielt. Außerdem habe ich mich insgesamt zweimal in einem Fitnessstudio angemeldet. Die ersten paar Wochen war ich dann auch immer regelmäßig dort, aber dann wars das auch schon wieder. Die restlichen Monate der Mitgliedschaft habe ich nur noch bezahlt ohne das Sportcenter nur ein einziges Mal von innen zu sehen. Aber gut, wir wissen ja alle, dass es eines der Geschäftskonzepte der ganzen Studios ist, möglichst viele zahlende Karteileichen zu haben. Zwischendurch war ich auch ein paar Mal mit den Inlinern unterwegs und der letzte Skiurlaub war vor drei Jahren. Aber das zählt ja sowieso nicht wirklich als Sport.

In den letzten Jahren habe ich aber überhaupt keinen Sport mehr getrieben. Der innere Schweinehund war immer viel größer. Außerdem habe ich auch viel gelernt und gearbeitet. Als wir dann vor vier Jahren in ein Haus gezogen sind, habe ich mir dann fest vorgenommen, endlich wieder Sport zu machen. Ein Fitnessstudio oder Ähnliches kam für mich aber auf keinen Fall in Frage. Ich wollte mich nie wieder irgendwo vertraglich binden.

Irgendwie bin ich dann aufs Laufen gekommen, da ich denke, dass das wohl am Besten zu mir passen würde. Wir wohnen nicht weit entfernt von einem Feld und da bietet sich Laufen natürlich sowieso an. Aber angefangen habe ich natürlich noch nicht. Bisher hatte ich immer die Ausrede, dass ich mir ja erst Laufschuhe kaufen muss. Für 2015 habe ich mir dann mehrere gute Vorsätze gemacht. Einer davon war das Laufen.

Nachdem ich bereits meinen Vorsatz endlich mein Auto umzulackieren erfolgreich abhaken konnte, war nun das Laufen dran. Der erste Schritt dafür war die Investition in Laufschuhe. Mir war völlig klar, dass ich nicht irgendwelche Schuhe nach dem Design aussuchen würde, sondern dass ich mich vernünftig beraten lassen wollte. Nachdem es bereits mehrere Anläufe gab, ein Sportgeschäft aufzusuchen, die aber immer an anderen Terminen gescheitert sind, war es nun am vergangenen Samstag endlich soweit.

Tipp: Wenn du wirklich mit einem Sport anfangen möchtest, dann mache es am Besten gleich und warte nicht lange herum.

Wir waren zum Familien-Shopping im relativ neu eröffneten Shoppingcenter in Schleswig-Holstein und ich hatte mir fest vorgenommen, dass ich das Einkaufscenter erst verlasse, wenn sich Laufschuhe in unserem Wagen befanden. Also ging es in die dortige Nike Filiale. Ich musste nicht lange warten, da hatte schon jemand Zeit für mich. Ich erläuterte ihm mein Vorhaben und er lud mich ein, zunächst barfuß ein paar Meter auf dem Laufband zu laufen. Das wurde von hinten gefilmt, sodass man anschließend meinen Laufstil analysieren konnte, bzw. insbesondere erkennen konnte, dass ich mit meinen Plattfüßen beim Laufen recht stark nach innen einknicke. Damit war sofort klar, dass ich einen Schuh aus der Kategorie „Stabilität“ benötige.

Tipp: Neue Laufschuhe sollten immer 1-2 Schuhgrößen größer sein als Straßenschuhe.

Man gab mir also zwei entsprechende Modelle – ein Modell für den rechten Fuß und das andere für den linken Fuß – mit denen ich wieder auf dem Laufband ein wenig laufen sollte. Außerdem gab es ein Paar Laufsocken dazu. Wieder wurde ich gefilmt und man konnte einwandfrei erkennen, dass die Schuhe dem Einknicken deutlich entgegen wirkten. Eigentlich passten beide Schuhe auf Anhieb sehr gut.

Nach weiteren Metern auf dem Laufband und einer halben Größe kleiner, habe ich mich dann für den Schuh „Nike Air Zoom“  entschieden. Dazu habe ich mir dann noch zwei Paar Laufsocken und eine Hose gekauft. Das T-Shirt gabs dann noch umsonst dazu. Was will man mehr. So gings also mit einem Komplett-Outfit nach Hause.

Der nächste Schritt war die Auswahl einer App für das iPhone, die mich beim Laufen unterstützen soll und mit der ich meine Erfolge bei Twitter und Facebook posten kann. Nach einer kurzen Befragung meiner Follower entschied ich mich für Runtastic. Die iPhone-App ist kostenlos und die Website macht einen guten Eindruck. Also genau das Richtige für mich.

Auf Empfehlung von einem Kumpel habe ich mich für einen Trainingsplan aus abwechselndem Laufen und Gehen entschieden. 30 Minuten sollten es insgesamt sein, jeweils immer zwei Minuten Laufen und eine Minute Gehen. Sonntag Abends war es dann soweit. Ich zog mein neues Outfit an, programmierte meine Runtastic-App und los gings. Da mir meine Freundin nicht glauben konnte, dass ich wirklich laufen gehen wollte, führ sie mir mit ihrem Auto nach. Nach einiger Zeit hatte sie mich aber aus ihrem Blickfeld verloren und sie verfuhr sich. Das war eine amüsante Aktion.

Tipp: Hast du manchmal auch Probleme dich im Straßenverkehr zurechtzufinden? Dann kann dir vielleicht ein Doppel DIN Navi helfen. Das ist um einiges besser als normale Navis.

Wie mir viele vorher geraten haben, sollte ich mich beim ersten Mal nicht zu sehr anstrengen. Ich denke das habe ich auch befolgt. Soweit ich das den Aufzeichnungen von Runtastic entnehmen kann, scheint es keine erkennbaren Unterschiede zwischen meiner Lauf- und meiner Geh-Geschwindigkeit zu geben. Ich deute das also Mal so, dass ich nichts falsch gemacht habe. Insgesamt habe ich laut Runtastic 4,09 Kilometer in 33,42 Minuten zurückgelegt und dabei 344 Kalorien verbraucht. Mal sehen wie die nächsten Läufe aussehen werden.

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