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Schlagwort: Reifenwechsel

Winterreifen wechseln ohne Vorkentnisse?

Winterreifen wechseln ohne Vorkentnisse?

Hallo und herzlich willkommen auf meinem Blog!

Hier wirst du viele Informationen rund um das Thema Auto erfahren. Ich schraube sehr gerne selbst, in meiner Garage, an meinen Autos. Es ist wie jedes Jahr wieder dasselbe. Man muss seine Sommerreifen gegen Winterreifen tauschen. Aber ab wann braucht man eigentlich seine Winterreifen? Dies und vieles mehr erfährst du in diesem Blog.

Bei uns in Deutschland gibt es keinen festgelegten Zeitpunkt, zu dem die Reifen gewechselt werden müssen. Als Faustregel für die Winterreifenpflicht gilt von Oktober bis Ostern. Wer allerdings bei ungünstigen Wetterbedingungen auch nach oder vor diesen Terminen mit Sommerreifen angehalten wird, oder gar in einen Unfall verwickelt ist, muss mit Bußgeldern oder einer Mitschuld rechnen. Winterreifen haben durch ihre Materialzusammensetzung bessere Hafteigenschaften auf winterlichen Straßen. Wenn es wärmer wird, sind sie aber zu weich. Hier sind Sommerreifen perfekt auf die Gegebenheiten abgestimmt.

Tipp: Ganzjahresreifen sind eine Alternative für Menschen, die wenig fahren und sich in gemäßigtem Klima aufhalten. Allerdings nutzen sie sich schneller ab, haben längere Bremswege und schlechtere Fahreigenschaften. Besser bedient bist du mit je einem Satz Sommer- und Winterräder.

Laut ADAC  sollten Winterreifen mindestens vier Millimeter und Sommerreifen drei Millimeter Reifenprofil aufweisen. Gesetzlich vorgeschrieben ist allerdings nur ein Restprofil von 1,6 Millimetern. Die Altersgrenze für Reifen liegt bei acht Jahren. Auskunft über das Alter deiner Reifen gibt die so genannte DOT-Nummer.

Tipp: Die DOT-Nummer befindet sich seitlich auf den Rädern und ist vierstellig. Sie setzt sich aus der Kalenderwoche der Reifenproduktion und der Jahreszahl zusammen. Z. B.: Die Ziffern 4819 stehen für die 48. Kalenderwoche im Jahr 2019.

Jetzt stellt sich aber die Frage, ob man den Wechsel in einer Werkstatt machen lassen soll oder ob es besser ist selbst Hand anzulegen. Viele Menschen haben im Jahr zwei feste Termine mit Ihrer Kfz-Werkstatt im Kalender stehen: das Aufziehen der Sommer- oder Winterräder im Frühjahr und im Herbst. Der Fachhändler kümmert sich nicht nur um die Reifenmontage, sondern prüft auch die Profiltiefe und den Reifendruck. Außerdem werden die Räder auf Wunsch ausgewuchtet, damit die Reifen gleichmäßig und mit wenig Verschleiß laufen.

Tipp: Je nach gewünschtem Service kostet die Reifeneinlagerung ab etwa 40 Euro pro Saison. Der Wechsel der Räder inklusive Auswuchten ist ab ca. 40 Euro zu haben. Der Preis für Alufelgen liegt immer etwas höher.

Wer wenig Platz hat, kann seine nicht genutzten Räder beim Reifenhändler einlagern. Das hat den Vorteil, dass man die Räder nicht hin und her fahren muss. Mit etwas handwerklichem Geschick und einem entsprechenden Platzangebot kann man sich diese Kosten aber sparen. Auf ein Jahr gerechnet kommen dabei schnell 200 Euro zusammen.

Ich persönlich wechsle meine Reifen immer selbst, da es Geld spart. Um die Reifen an deinem  Fahrzeug selbst auszutauschen, solltest du über eine kleine Grundausstattung an Werkzeugen verfügen, eine ebene Fläche und natürlich die Kompletträder, die du aufstecken möchten. Als Werkzeuge benötigst du einen Wagenheber, ein Radkreuz und einen Drehmomentschlüssel aus einem Steckschlüsselsatz . Weiterhin nützlich sind Handschuhe und ein Markierstift.

Falls du nicht weiß, wie man seine Reifen wechselt, hier meine kurze Anleitung: Stelle dein Fahrzeug auf einer stabilen Fläche ab, die ausreichend Platz zum Arbeiten drumherum bietet. Dafür eignet sich eine Garage am besten. Ziehe die Handbremse an und lege einen Gang ein, damit dein Auto nicht unbeabsichtigt davonrollen kann. Lockere mithilfe des Radkreuzes zunächst die Radmuttern. Hierbei löse immer die jeweils gegenüberliegenden Muttern, also über Kreuz. Andernfalls kann das Rad verkanten. Lasse die gelockerten, aber nicht ganz herausgedrehten Radschrauben vorerst an Ort und Stelle. Als Nächstes setze einen Wagenheber an. Dazu kannst du das Modell verwenden, dass du ohnehin im Fahrzeug hast. Bequemer, vor allem aber sicherer sind Rangierwagenheber. Diese funktionieren hydraulisch und sind bereits ab rund 30 Euro Online erhältlich. Wenn das Auto angehoben ist, kannst du die Bolzen gänzlich lösen und die Reifen abnehmen. Denke daran, mit einem Markierstift zu kennzeichnen, welches Rad wohin gehört. Die abmontierten Räder sind auf einem Felgenbaum gut aufgehoben. Anschließend setzt du die Winterreifen auf und ziehst die Radmuttern leicht an, wie gehabt über Kreuz. Achte darauf, das Rad gegebenenfalls in Laufrichtung anzusetzen. Nun kannst du das Fahrzeug wieder absenken und die Muttern über Kreuz festziehen. Dazu verwendest du einen Drehmomentschlüssel. Über die genaue Justierung des Drehmoments gibt entweder die Betriebsanleitung deines Autos Auskunft oder aber die Beschreibung der von deinen verwendeten Felgen. Die Bolzen sollten weder zu fest noch zu lasch angezogen werden. Abschließend kontrolliere den Reifendruck und du bist fertig.

Tipp: Beim nächsten Aufziehen der Reifen kannst du die Räder über Kreuz tauschen. So stellst du sicher, dass die Abnutzung gleichmäßig erfolgt.

Wenn du in Zukunft mehr über das Thema Auto erfahren willst, dann schau doch nächste Woche wieder vorbei. Bis zum nächsten Mal…

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